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Deutscher Landschaftspflegepreis
17.06.2018 15:09 (211 x gelesen)

Deutscher Landschaftspflegepreis 2018 geht in den Harz

Am 13.06.2018 wurden in Schnett (Thüringer Wald) durch den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und den Vorsitzenden des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege Josef Göppel die diesjährigen Preise für Landschaftspflege überreicht.

Der 1. Preis in der Kategorie „Innovative Projekte“ ging nach Sachsen-Anhalt. Mit dem Projekt „Ganzjahresweide mit Rindern im Südharz“ wurde das gemeinsame Engagement der Agrargenossenschaft Gonnatal/Leinetal, des Landschaftspflegeverbandes Harz e.V.  und des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz für den Erhalt der kleinteiligen Südharzer Gipskarstlandschaft gewürdigt.



Bildunterschrift: 1. Preis Projekte: Ganzjahresbeweidung im Südharz (v.l.n.r.: Florian Meusel, stellv. Vorsitzender DVL; Bodo Ramelow, Ministerpräsident Thüringen; Martin Wöhlert, LPV Harz; Kerstin Rieche, LPV Harz; Wolfgang Reineberg, Agrargenossenschaft Gonnatal/Leinetal; Dietmar Ketzel, Laudator; Josef Göppel, Vorsitzender DVL; Marlene Bock, DVL) Foto: Stefan Weigelt
 

Über das Projekt

Nach zweijähriger intensiver Vorbereitungszeit wurde von 2011 bis 2015 ein Beweidungsprojekt im Südharz zwischen Hainrode und Großleinungen mit Robustrindern der französischen Rasse Salers gestartet. Der Landschaftspflegeverband Harz e.V. übernahm die Projektträgerschaft. Weidezaun und andere notwendige Einrichtungen, Personal für die fachliche Begleitung der Beweidung und die ergänzende Weidepflege wurden aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.  Die Agrargenossenschaft war für Kauf und Aufbau der Rinderherde und die Umsetzung der Beweidung auf knapp 30 Hektar verantwortlich. Mitarbeiter des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz sorgten gemeinsam mit Mitarbeitern und Studenten der Hochschule Anhalt für die wissenschaftliche Begleitung des Projekts. Nicht nur die drei Preisträger waren am Erfolg beteiligt. Sie fanden hilfreiche Unterstützung bei den Ortsbürgermeistern der angrenzenden Gemeinden Hainrode und Großleinungen, dem Botanischen Arbeitskreis Nordharz e.V. sowie dem Rinderzuchtverband Sachsen-Anhalt.

Wir bedanken uns herzlich bei Ronald Henschel, Frau Prof. Tischew, Sandra Dullau und ihrem Team, Dr. Hans-Ulrich Kison, Herrn Hilpert, Gernot Pohl.

Mähwiesen, Halbtrockenrasen und viele Kleinhalden des mittelalterlichen Kupferschieferbergbaus prägen die abwechslungsreiche Projektfläche inmitten der lieblichen Südharzer Kulturlandschaft. Sie ist das Erbe unserer Vorfahren, Segen und Fluch zugleich. Eine immense Vielfalt an Pflanzen und Tieren hat hier ihre Heimat, die Kleinteiligkeit erschwert andererseits unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts eine auskömmliche Landwirtschaft. Das Ziel des Projektes, eine effektive landwirtschaftliche Nutzung mit Rücksicht auf die geschützte Natur zu erproben, ist dank vieler Partner hervorragend gelungen. So gut, dass die erprobte Form der Beweidung bis heute fortgeführt wird. Das hier produzierte Rindfleisch ist von hervorragender Qualität und wird in der betriebseigenen Schlachterei der Agrargenossenschaft verarbeitet.


Der Deutsche Landschaftspflegepreis kennt zwei Kategorien. Es werden engagierte Einzelpersonen und innovative Projekte ausgezeichnet, die in vorbildlicher Weise zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft beitragen. Er wird jährlich durch den Deutschen Verband für Landschaftspflege e.V. verliehen. Weitere Preise gingen in diesem Jahr nach Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen.

2. Preis in der Kategorie Innovative Projekte:
"Wilde Weiden Taubengießen".
Beweidungsprojekt mit Mutterkühen und Konikstuten im Ortenaukreis am Rhein

1. Preis in der Kategorie Herausragende Personen:
Reinhardt Heß, Geschäftsführer eines Herdenzuchtbetriebs für Mutterkühe, engagiert sich für Naturschutz und eine naturverträgliche Landwirtschaft und erhält so die mittelerzgebirgische Kulturlandschaft.

2. Preis in der Kategorie Herausragende Personen:
Tommy Bauß, Züchter der Ziegenrasse "Red Kalahari".
Sein Beitrag für den Erhalt der Rhöner Kulturlandschaft wurde gewürdigt. Bauß´sche Ziegen schaffen Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Weiterhin engagiert er sich im Thema Wolf und ist ein Wegbereiter für Weidetierhalter im Umgang mit dem Wolf für das Land Thüringen.


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