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22.09.2018
Langer Tag der Stadtnatur Braunschweig

11:30 Uhr
Führung vom Schlossplatz durch
städtische Parks zum Botanischen Institut
ca. 12:30 Uhr
"Grüne Vielfalt in der Stadt" - Vortrag
Prof. Dr. Dietmar Brandes, Institut für Pflanzenbiologie, TU
Braunschweig

Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstr. 1

26. - 29.09.2018

Umweltwoche  des LPV Mittleres Elstertal
Holzkunst
Fledermauspirsch
Geführte Wanderung durch die Elsteraue
Herbstfest
Reuden/ Elsteraue
Programm (Aktuelles)

29.09.2018
Herbsttagung
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Roßla
10 - 16 Uhr
Programm
Rückmeldung
29.09.2018
Moosexkursion zum
Krockstein bei Rübeland

Botanischer Arbeitskreis Nordharz
10:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Bodebrücke Neuwerk B27

Programm
 

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Geführte Wanderung
20.03.2017 02:16 (1172 x gelesen)

Sinfonie in Gelb -  der Frühling ruft!

Die Wandersaison des Landschaftspflegeverbandes Harz e.V. beginnt Anfang April. Es wird eine Wanderung für Interessierte, Neugierige und Genießer.



Termin: 09.04.2017
Beginn:  14:00 Uhr
Treffpunkt: Weinberg Börnecke (38889 Blankenburg OT Börnecke)
Feldweg 1 km nördlich von Börnecke
Für alle, die sich nicht so gut auskennen: Treffpunkt Kirche Börnecke 13:30 Uhr
Länge: ca. 4 km

Wir starten in Börnecke im nördlichen Harzvorland. Hier, im Regenschatten des Harz ist das Klima besonders warm und trocken. Neben dem Oderbruch gehört das mitteldeutsche Trockengebiet in den Regenschattenbereichen des Harzes zu den trockensten Orten Deutschlands. Oft müssen die Pflanzen in diesem Bereich mit Jahresniederschlägen unter 500 mm (= 500 Liter/m² oder 50 Wassereimer a 10 Liter) auskommen. Nur wenige Kilometer entfernt, fällt auf dem Brocken dagegen bis zu vier Mal so viel Regen. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei ca. 800 mm/ Jahr.

Ort Jahresniederschlag
(Ø 1961-1990; DWD)
Timmenrode 489 mm
Westerhausen 474 mm
Quedlinburg 437 mm
Brocken 1814 mm

Unser Wanderziel ist der Weinberg nördlich von Börnecke. Er gehört zum Quedlinburger Sattel, der die Blankenburger und Halberstädter Mulde trennt. Weit schweift der Blick über das idyllisch gelegene Dorf über eine an Äckern reiche Landschaft. Markante, meist bewaldete, Höhenzüge überragen die Ebenen. Die Kräfte der Natur haben hier markante Sandsteinfelsen herausmodelliert.  Ganz nah ist der Kamelfelsen bei Westerhausen zu erkennen. Bei guter Sicht grüßen der noch schneebedeckte Brocken und die dunklen Wälder des Harzes. Am Südhang des Weinbergs ist der Frühling bei bester Laune. Hier herrschen fast kontinentale Klimabedingungen - wenig Regen, viel Sonne. Dies ermöglicht es uns, Steppe sozusagen vor der Haustür zu erleben.

Charakteristische Biotope sind die sogenannten xerothermen Rasen (Halbtrocken- und Trockenrasen) mit einer typischen Pflanzenwelt aus Gräsern und Pflanzen, die mit extremer Trockenheit und Hitze zurecht kommen. Wunderschön ist der markante Frühjahrsaspekt mit der Blüte des Frühlings-Adonisröschens.

Die aus Mittelasien stammende Pflanze erreicht in Sachsen-Anhalt ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze.

Die Öffnung der Landschaft durch den Menschen (Waldrodung!) und Wanderschäferei im großem Umfang ermöglichten der Pflanze mit den goldgelben Blütensternen nach der letzten Eiszeit die Ausbreitung nach Westen. Heute sind die Vorkommen des Adonisröschens auf wenige Standorte beschränkt.

Die Veränderungen in der Landnutzung vor allem seit den 1950er Jahren sind gravierend. Die Magerrasen brauchen eine dauerhafte Nutzung, am besten durch Schafbeweidung. Unterbleibt diese, setzt unweigerlich die Verbuschung ein und die letzten Standorte dieser Schönheit unter den Pflanzen werden vom Wald zurückerobert. Im letzten Jahr wurden dringend notwendige Pflegemaßnahmen durch den Landkreis Harz mit Hilfe des LPV Harz durchgeführt.

Uwe Wegener ist ein Kenner der Region und führt uns mit viel Sachverstand und Liebe für die Natur durch den Steingarten vor dem Harz. Die Strecke ist einfach und ohne große Steigungen. Festes Schuhwerk wird dennoch empfohlen.

Lassen Sie sich vom Frühling verzaubern!


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