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Nächste Termine

22.09.2018
Langer Tag der Stadtnatur Braunschweig

11:30 Uhr
Führung vom Schlossplatz durch
städtische Parks zum Botanischen Institut
ca. 12:30 Uhr
"Grüne Vielfalt in der Stadt" - Vortrag
Prof. Dr. Dietmar Brandes, Institut für Pflanzenbiologie, TU
Braunschweig

Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstr. 1

26. - 29.09.2018

Umweltwoche  des LPV Mittleres Elstertal
Holzkunst
Fledermauspirsch
Geführte Wanderung durch die Elsteraue
Herbstfest
Reuden/ Elsteraue
Programm (Aktuelles)

29.09.2018
Herbsttagung
Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz
Roßla
10 - 16 Uhr
Programm
Rückmeldung
29.09.2018
Moosexkursion zum
Krockstein bei Rübeland

Botanischer Arbeitskreis Nordharz
10:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz Bodebrücke Neuwerk B27

Programm
 

Fressen für den Naturschutz


Landschaftspflege mit Ziegen

Vom Ansehen der Ziege

Es ist ein Wechselbad der Gefühle: Die Griechen und Germanen verehrten die fruchtbare und doch so genügsame Ziege, unter Karl dem Großen wurde ihre Haltung sehr gefördert. Seit dem Mittelalter verkörpert sie dagegen das Böse und Teuflische, in vielen Märchen wird sie als zickig und launisch dargestellt. Während Kühe im Wald weideten, war dies den Ziegen bei Strafe verboten. Zu groß waren die Schäden, die sie anrichteten. Als "Kuh des kleinen Mannes" waren Ziegen in den Bergbauregionen Deutschlands für die Ernährung der ärmeren Bevölkerung lange Zeit unentbehrlich. Dafür wurden sie von den einen hoch geschätzt und gleichzeitig kaum beachtet. Steigender Luxus und Wohlstand ab der Mitte des 20. Jahrhunderts machte die Ziege beinahe überflüssig. In den 1970er Jahren war die Ziege fast totgesagt. In den Statistiken und Viehzählungen wurde sie nicht mehr erfasst.

Spezialisten gefragt

Heute sind Ziegen wieder gefragt - als die Spezialisten für Härtefälle in der Landschaftspflege. Nachdem sie gemeinsam mit den Schafen über viele Jahrhunderte unsere Kulturlandschaft besonders auf den extrem mageren und ertragsarmen Grenzertragsstandorten schufen, beweisen die Ziegen auf eben diesen Flächen heute als lebende "Heckenschere" erneut ihre besonderen Qualitäten. Viele dieser wertvollen Biotope drohen in unserer heutigen Zeit zuzuwachsen und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren zu gehen. Schlehen, Rosen und andere Gehölze gewinnen schnell die Oberhand, wenn ehemalige landwirtschaftliche Nutzflächen nicht mehr genutzt werden. Schwierige Geländeverhältnisse machen den Einsatz von Technik oft unmöglich, menschliche Handarbeit ist sehr teuer.
 
Aufgrund ihres speziellen Fressverhaltens und ihrer exzellenten Geländegängigkeit eignen sie sich hervorragend zum Zurückdrängen unerwünschter Gehölze auf Lebensräumen des Offenlandes, z. B. Magerrasen. Ziegen lieben abwechslungsreiches Futter. Knospen, Triebspitzen und Rinde machen bis zu 50% ihrer Futterration aus. Einfach zu halten sind diese intelligenten und agilen Tiere jedoch nicht. Eine intensive Betreuung  und Fachkenntnisse in der Ziegenhaltung sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz in der Landschaftspflege.

                                             

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