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14.07.2016 13:48 (1647 x gelesen)

Nachlese zur Wanderung um die Rappbodevorsperre

Die tolle Resonanz auf unsere Wanderung zum Thema "Wasser und Wiese"  mit kleiner Kaffeepause an der Rappbodevorsperre möchten wir belohnen.

Hier folgen eine kurze Rückschau auf die Bergwiesenwanderung rund um die Rappbodevorsperre und das Rezept für "Oma Lottes Bienenstich" .....



25° C Lufttemperatur, Sonnenschein, eine leichte Brise, wunderbare Aussichten über eine abwechslungsreiche Landschaft und gute Laune - das waren die Ausgangsbedingungen für unsere letzte geführte Wanderung aus dem Wanderpropgramm 2016. Als besonderen und fachkompetenten Gast konnten wir Frau Maren Dietze, leitende Mitarbeiterin des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt, begrüßen.

Wir starteten am Dorfgemeinschaftshaus in Trautenstein. Zunächst ging es am rechten Ufer der Rappbode entlang. Die Kraft des Wassers der Rappbode wurde in früheren Jahrhunderten dringend zum Betrieb einer Schmiede, von drei Bergwerken und drei Hammer- und Schmelzhütten allein im kleinen Dorf Trautenstein benötigt! Heute präsentiert sich der kleine Bachlauf wieder eher naturnah. Die Mäander des Bachlaufes werden von den jetzt blühenden Hochstauden wie Mädesüß und dem Sumpf-Storchschnabel begleitet. Aber an anderen Stellen des Bodewerks wird auch heute wieder Wasserkraft zur Energiegewinnung genutzt.

Das Thema "Wiese" wurde in bewährter Weise von Sylvia Lehnert vorgestellt. Unweit vor dem Anstau der Rappbode zeigten sich die Berg- und Feuchtwiesen kurz vor der Mahd noch in der blühenden Schönheit des Hochsommers. Hartheu und Perückenflockenblume gaben sich alle Mühe, wurden aber von der Farbenvielt des reich blühenden Steilhangs direkt am Weg noch weit übertroffen. Basenreiche Gesteinsabschnitte haben an dieser Stelle die Voraussetzung für artenreiche Kalkmagerrasen geschaffen. Man konnte sich kaum satt sehen. Zahlreiche Tagfalter labten sich an den Nektarquellen. Wie bestellt, tauchte sogar ein Großer Schillerfalter auf und begleitete unsere Wandergruppe ein kurzes Stück. Hier befinden wir uns mitten im Trinkwassereinzugsgebiet.

  

Mit einem ersten Blick über die Rappbodevorsperre im Hintergrund erläuterte uns Frau Dietze vom Talsperrenbetrieb die Gründe für die Entstehung und das umfangreiche System des Bodewerks im Harz. Kaum zu glauben, dass eine Million Menschen in Mitteldeutschland von hier aus mit bestem Trinkwasser versorgt werden. Verschiedene Schutzzonen im Trinkwasserschutzgebiet regeln unter anderem die Nutzung der land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen. Weiter ging es über die Trageburg mit der wunderbaren Aussicht über die Rappbodevorsperre bis zur sanierten Staumauer der Rappbodevorsperre. Halbzeit und eine kleine Überraschung in Form von Kaffee und Kuchen (Oma Lottes Bienenstich) für alle. Gut gestärkt lauschten wir aufmerksam dem Bericht von Frau Dietze über ein umfangreiches Forschungsprogramm. Im Bereich des Talsperrensystems finden derzeit Langzeituntersuchungen zur Belastung des Trinkwassers durch gelösten organischen Kohlenstoff (DOC) statt. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal über zahlreiche Bojen auf der Wasseroberfläche der Harzer Talsperren gewundert? An der Rappbodevorsperre informieren Schautafeln über das Forschungsprogramm.

     

Der weitere Weg war oft von bunten Stauden und Kräutern gesäumt, wieder bestaunten wir eine Fülle von Tagfalterarten. Sie lieben Sonne und Wärme - lichte Waldstrukturen und breite Wege mit vielen Blüten sind für sie die Lebensgrundlage. An der Weißen Brücke passieren wir ein spezielles Bauwerk -  ein Durchlass, der einerseits die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer ermöglicht, andererseits aber den vom Aussterben bedrohten heimischen Edelkrebs vor der Krebspest schützen soll. Diese wird von eingeschleppten oder angesiedelten Amerikanischen Flusskrebsen verbreitet. Die wenigen verbliebenen Populationen des heimischen Flusskrebses an der Oberläufen der Fließgewässer sollen so geschützt werden.

Unsere 8 km lange Wanderung beendeten wir nach dem Passieren der historischen Furt an der Rappbodebrücke bei "Jahns" wieder am Ausgangspunkt. Ein herzlicher Dank an alle, die zum Gelingen dieser entspannten und doch lehrreichen Wanderung beigetragen haben: an die Experten Sylvia Lehnert und Maren Dietze, Kuchenbäckerin Oma Lotte, Kaffee- und Kuchenlieferantin Steffi und natürlich auch an unsere Gäste mit ihrem beständigen Interesse und ihrer Spendenbereitschaft!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2017 und wünschen viel Spaß beim Nachbacken!

Oma Lottes Bienenstich - Rezept


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