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Landschaftspflegetag Sachsen-Anhalt
09.05.2015 00:17 (2980 x gelesen)

Schutz durch Nutzung

Hainrode/ Südharz: Besser ging es nicht. Der Südharz bot eine traumhafte Kulisse für den Landschaftspflegetag Sachsen-Anhalt 2015. Das frische Grün der Bäume, kombiniert mit dem Weiß und Rosa der Obstblüte, untermalt durch das strahlende Blau des Himmels. Dazu das Ortsbild eines der schönsten Dörfer nicht nur des Südharzes sondern Deutschlands. Die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz war Thema der Veranstaltung.




Über 60 Gäste informierten sich im gut gefüllten Saal der Karstgemeinde Hainrode gemeinsam mit Staatssekretärin Frau Keding über erfolgreiche Projekte und Vorhaben aus der Landschaftspflege, bei denen insbesondere Weidetiere die Hauptrolle spielen.Frau Staatssekretärin Keding aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt brachte es in ihrem Grußwort auf den Punkt: Die Zahl der Weidetiere, insbesondere der Ziegen und Schafe aber auch der Rinder, nimmt seit Jahren in Deutschland ab. Gerade diese Tiere spielen aber für das Offenhalten unserer Landschaft  eine wichtige Rolle.

Weidetiere liefern nicht nur Fleisch. Sie fressen auch für den Naturschutz! Viele artenreiche Lebensräume sind durch die landwirtschaftliche Nutzung des Menschen entstanden.  Mechanische Landschaftspflege ist teuer und kann die Wirkung der Beweidung oft nicht ersetzen. Man spricht nicht ohne Grund vom "goldenen Tritt" der Schafe. In Zeiten knapper Kassen suchen wir nach alternativen und kostengünstigen Varianten der Landnutzung. Einige erfolgreiche Beispiele aus Thüringen und Sachsen-Anhalt wurden in der Vortragsreihe vorgestellt. Bei allen wurde deutlich, dass das Erfolgsgeheimnis immer darin besteht, aktiv zu werden und Landwirte bei ihrer Arbeit naturschutzfachlich zu beraten und zu begleiten.  Eine Aufgabe, der sich die Landschaftspflegeverbände seit Jahrzehnten widmen.

Beeindruckt verfolgten die Teilnehmer die Entwicklung des Berghofes Forst vom Mini-Nebenerwerbsbetrieb zum erfolgreichen Landwirtschafts- und Tourismusunternehmen. Meyk Forst hat es verstanden, Landnutzung Tourismus und Landschaftspflege unter einen "Hut" zu bekommen und sorgt heute für kulinarische Genüsse aus dem Südharz. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Naturschutzgebiet "Rüdigsdorfer Schweiz" ebenfalls davon profitiert. Die Gäste der Pension Berghof essen somit  für den Naturschutz (Kurzinformation)

Der Landschaftspflegeverein Saaletal e.V. hat sich der Ziegenbeweidung von Steilhängen im Saaletal zwischen Bernburg und Halle verschrieben. Vor allem naturschutzfachlich wertvolle und bedrohte Lebensräume werden mit den agilen Tieren gerettet und erhalten. Ihre Haltung erfordert neben Idealismus,  viel (ehrenamtlicher) Zeit, spezielle Kenntnisse in der Tierhaltung, Botanik, Naturschutz (Kurzinformation).

Eine besondere Herausforderung ist die Nutzung von Splitterflächen. Vor allem, wenn zu organisatorischen und logistischen Problemen noch eine Menge Erschwernisse durch zusätzliche Vorgaben zum Schutz bedrohter oder seltener Arten hinzukommen. Diese Herausforderung wurde durch den LPV Grüne Umwelt und die Schäferei Strutz im Huy angenommen. Antje Birger berichtete über dieses Vorhaben aus dem nördlichen Harzvorland.

Das Projekt "Ganzjahresweide mit Rindern im Südharz" findet seit 2011 mitten in der Karstlandschaft des Südharzes statt. Es ist ein Vorhaben, das vor allem durch Kooperation und Zusammenarbeit verschiedener Experten funktioniert. Wolfgang Reineberg (Agrargenossenschaft Gonnatal) und Kerstin Rieche (LPV Harz e.V.) stellten es in Wort und Bild und später vor Ort im Rahmen der Kurzexkursion vor. Eine kleine Herde Salersrinder frisst zwischen unzähligen Halden des Kupfer-Altbergbaus für den Naturschutz. Sie brauchen das ganze Jahr über keinen Stall (Kurzinformation).

Vielen Dank an die Referenten für ihre Vorträge und ihre Arbeit!

Salersrinder in HainrodeKurzexkursion        

Die Vorträge im pdf-Format haben wir hier für Sie hier zum Download bereitgestellt.

Landschaft schmeckt!

Ein herzlicher Dank geht an Familie Andres von der "Ellerbachstube", die für unsere gastronomische Betreuung sorgten. Sie verwandelten unser Hainröder Weiderind in ein köstliches Gulasch. So konnte sich jeder davon überzeugen, dass die Südharzer Landschaft so gut schmeckt wie sie aussieht!
Unser Tipp: Wenn Sie es auch probieren möchten, im Hofladen der Agrargenossenschaft in Gonna kann man es kaufen!


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