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Busrundfahrt
12.09.2008 12:40 (4054 x gelesen)

15 Jahre Vereinbarung
Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH - LPV Harz e.V.

Busrundfahrt am 15. September 2008

2003 unterzeichneten die Geschäftsführungen beider Institutionen eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit  auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes. Nach 15 Jahren wollen wir uns gemeinsam mit Vertretern der regionalen Politik, Wirtschaft und des Tourismus von den Ergebnissen dieser fruchtbaren Zusammenarbeit überzeugen. Auf einer Busrundfahrt unter dem Thema " Landschaftspflege rund um das Talsperrensystem Bodewerk" werden wir an 5 Stationen Informationen zu Projekten und aktuellen Situationen in der Harzer Landschaftspflege geben. Die Route verläuft von Tanne über Trautenstein, Hasselfelde, Elbingerode, Königshütte und endet mit einem gemeinsamen Imbiss im Hotel "Brockenbäcker" in Tanne.



15 Jahre Kooperation von Landschaftspflege und Wasserwirtschaft

Der Himmel hatte ein Einsehen, als sich am Montag dem 15. September 2008 eine bunte Gruppe von 30 Leuten zu einer Exkursion rund um die Rappbodetalsperre aufmachte. Die Teilnehmer, Land- und Forstwirte, Wasserversorger, Vertreter der Wirtschaft und der Behörden, des Talsperrenbetriebes Sachsen-Anhalt und des Naturschutzes waren einer Einladung des Landschaftspflegeverbandes Harz e.V. (LPV) gefolgt.

Anlass war das 15-jährige Bestehen der Kooperationsvereinbarung des LPV mit der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH. 1993 bereits, kurz nach der Gründung des LPV, vereinbarten beide Partner eine enge Zusammenarbeit. Ziel war und ist es, das Harzwasser sauber zu halten. Einträge in die Gewässer aus intensiver Landbewirtschaftung sollten vermieden werden. 1993 waren das überwiegend Nitrate und andere Rückstände intensiver landwirtschaftlicher Produktion.

Treffpunkt war das Hotel „Zum Brockenbäcker“ in Tanne. Zum Auftakt der Veranstaltung wurde die lange Tradition sowie der Erfolg der Zusammenarbeit gewürdigt. In Ihren Grußworten betonten der Vorstandsvorsitzende des LPV, Rolf Baake, und Geschäftsführerin Kerstin Rieche ebenso wie FWV – Geschäftsführer Dr. Peter Michalik einhellig, die Kooperation auch künftig fortsetzen zu wollen.

Anschließend ging es zum Bus. Der Nieselregen hatte aufgehört, sogar die Sonne blitzte ab zu zwischen den Wolken durch. Erste Station der Rundfahrt war das Dammbachtal bei Trautenstein. Im Naturschutzgebiet „Harzer Bachtäler“ koordiniert der LPV eine standortangepasste, extensive Nutzung der Wiesen und Weiden. Neben gemähten Flächen finden sich Weiden mit schönen roten Kühen. Das Rote Harzer Höhenvieh, eine alte Hausrindrasse, eignet sich hervorragend für die Landschaftspflege. Das Bergwiesenprojekt des LPV Harz gewann in diesem Jahr den ersten Preis beim Umweltwettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt.

Ein besonders erfolgreiches Projekt des LPV Harz besuchte die Gruppe anschließend: das Sautälchen an der Hasselvorsperre. Das abgelegene Tal wird seit 1992 kontinuierlich gepflegt und entwickelt. Das Ergebnis – eine außerordentlich artenreiche Wiese, eingeschlossen vom Wald. Wie zum Beweis leuchteten zahlreiche Herbst-Zeitlose den Besuchern entgegen. Die schönste Zeit hier wäre aber Ende Mai bis Juni, wie Kerstin Rieche erklärte. Dann können die Besucher den Blütenreichtum des Tals kaum fassen. Der LPV Harz lädt in dieser Zeit übrigens zu geführten Wanderungen zu den Harzer Bergwiesen ein.

Mit nassen Schuhen ging die Fahrt weiter zum Aussichtspunkt „Roter Stein“ an der Rappbodetalsperre. Von hier konnten die Besucher einen tollen Rundblick genießen, unübersehbar waren aber auch die kahlen Berghänge. Borkenkäfer, Sturm Kyrill und intensiver Waldbau haben in den letzten Jahren große Löcher in die Fichtenbestände gerissen. Marco Matthes, FWV, erklärte, dass die kahlen Berghänge auch für die Wasserversorgung aus dem Ostharz ein Problem darstellen. Während der Wald den Boden festhält, können Bodenteilchen und Humus von kahlen Hängen in die Gewässer und letztlich in die Talsperre gespült werden – das bedeutet einen hohen zusätzlichen Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung.

Weiter ging die Fahrt nach Königshütte. Das Naturschutzgebiet Bockberg ist ein Beispiel, wie erfolgreich Bergwiesen durch Beweidung mit Schafen erhalten werden. Die Beweidung erfolgt in Zusammenarbeit des LPV mit einem Schäfer der Region. 2004 bis 2007 wurde hier im Rahmen des EU-Projektes „Landschaftspflege mit Schafen“ für das Gebiet eine naturschutzgerechte Beweidung organisiert. Für die Schäfer ist die Landschaftspflege ein wichtiges wirtschaftliches Standbein.

Nach einen kurzen Besuch auf dem Hof des Landwirts Gerald Freystein, dessen Betrieb an der Wiederansiedlung des Harzer Roten Höhenviehs eine große Aktie hat, ging es durchgefroren zurück ins Hotel. Hier begrüßte die Wirtin die Gäste mit heißer Kraftbrühe – natürlich vom Roten Höhenvieh.

 


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